Monitoring unter Vetoryl® Therapie, Diagnose eines Morbus Addison – eine diagnostische Herausforderung - LABOKLIN GMBH & CO.KG LABOR FÜR KLINISCHE DIAGNOSTIK (2022)

Der ACTH-Stimulationstest galt als Goldstandard in der Diagnose des Morbus Addison und der Therapiekontrolle von Cushingpatienten unter Vetoryl® (Wirkstoff Trilostan). ACTH (Synacthen®) war für 2 Jahre bis September 2014 nicht lieferbar. Diagnostik und Therapiekontrolle mussten daher auf andere Beine gestellt werden. Geblieben ist ein Schema zum Monitoren der Cushingpatienten, das gut mit dem ACTH-Stimulationstest kombiniert werden kann. Für die Diagnose des Morbus Addison ist weiterhin der Stimulationstest Goldstandard.

Trilostan wird bei Morbus Cushing zur Reduktion des in pathologischen Konzentrationen gebildeten Cortisols eingesetzt. Trilostan hemmt selektiv und reversibel das Enzymsystem 3-β-Hydroxysteroidisomerase, wodurch die Bildung von Kortisol, Kortikosteron sowie des ebenfalls in der Nebenniere (NNR) gebildeten Aldosteron gehemmt wird. Die Auswirkungen eines zu hohen Medikamentenspiegels können demnach vielfältig sein und bis zur Addison-Krise führen.
Morbus Addison ist eine Insuffizienz der Nebennierenrinde mit verminderter, nicht der physiologischen Situation angepasster Sekretion der NNR-Hormone.

Aufgrund der pleiotropen Wirkung der Corticosteroide ist eine Abweichung vom physiologischen Sekretionschema mit multiplen Veränderungen im Stoffwechsel verbunden. Diese umfassen den Glucose, Protein- und Fettstoffwechsel, das Immunsystem, den Mineralhaushalt (schwach mineralokortikoide Wirkung auf Na und K) und den Ca-Haushalt. Auch andere endokrine Systeme wie die Schilddrüse werden durch Corticosteroide beeinflusst. Dies führt zu einem vielfältigen Symptombild bei absolut und relativ erniedrigten Cortisol-Konzentrationen. Hieraus resultieren eine fehlende Stressresistenz, überschießende Immunreaktionen sowie verzögerte Anpassung des Glucosehaushaltes und damit des Energiestoffwechsels.

Eine zu niedrige Konzentration des Mineralocorticoids Aldosteron, das in der Niere die Exkretion von Kalium fördert und u.a. für die Reabsorption von Natrium, Chlorid und Wasser sorgt, kann den Patienten in einen kritischen bis lebensbedrohlichen Zustand bringen. Aldosteron wird weitgehend unabhängig vom ACTH-Cortisol-Regelkreis sezerniert. Die Synthese und Sekretion wird über das Renin-Angiotensin-System reguliert.
Ein durch Entgleisung dieses Systems resultierender Aldosteronmangel führt zu Hyponatriämie, Hypotonie, verminderter Nierendurchblutung mit prärenaler Azotämie, Hyperkaliämie und daraus folgend zu einer Bradykardie. Klinisch fallen diese Patienten durch PU/PD, Apathie, allgemeine Schwäche und Gewichtsverlust auf.

Bei Patienten, die unter Vetoryl® Therapie stehen, ist es möglich den Besitzer auf die einfach zu beobachtenden Symptome einer Übersuppression hinzuweisen. Sie sind allerdings besonders zu Beginn der Vetoryl® Therapie schwierig zu interpretieren, da v.a. ein Gewichtsverlust gewünscht und PU/PD mit Apathie ohnehin bei vielen Cushingpatienten beobachtet wird.

Kontrolle des Cushingpatienten unter Vetoryl® Therapie

Eine Arbeit der LMU München verglich die Kontrolle der Vetoryl® Therapie über den ACTH-Stimulationstest mit einer Beurteilung des Therapieerfolges über die klinischen Symptome und einige klinischchemische Parameter.

Es zeigte sich, dass die Veränderungen der klinischen Symptomatik abweichend von den Ergebnissen des ACTH-Stimulationstestes sind. So ist das optimale Ergebnis eines Stimulationstestes nicht zwingend mit einer befriedigenden klinischen Symptomatik assoziiert und umgekehrt. Eine Tatsache, die bisher nicht mit in Therapiekontrolle einbezogen wurde. Es werden bis jetzt Änderungen des Therapieschemas vor allem nach dem Ergebnis des ACTH-Stimulationstests vorgenommen. Da viele Besitzer auch aus Kosten- und Zeitgründen den ACTH-Stimulationstest ungern durchführen lassen, ist nach sorgfältigem Abwägen eine Therapiekontrolle nach klinischer Symptomatik und nur direkt zu Beginn und später bei Hinweisen auf eine Überdosierung mittels ACTH-Stimulationstest durchzuführen.

Neben den vom Besitzer beurteilbaren Parametern – wie Trinkwassermenge, Menge des abgesetzten Harnes, Gewichtsveränderungen, Appetit, Erbrechen und Kotqualität sowie Schwäche oder Apathie – sollte die Pulsqualität, die Bestimmung der Herzfrequenz, der kapillären Füllungszeit und des Hautturgors mit in das Überwachungsschema einbezogen werden.
Hilfreich hierfür kann das Führen eines Protokolls sein, in dem diese Parameter dokumentiert werden. Dieses erleichtert die Beurteilung des aktuellen Patientenstatus im Vergleich zur Zeit vor Therapiebeginn. Es sollte versucht werden, dass diese Parameter immer unter gleichen Bedingungen erhoben werden, um eine optimale Vergleichbarkeit zu erhalten. Die Messung verschiedener Laborwerte wie der Elektrolyte (Natrium, Kalium und deren Quotient), Leber- und Nierenspezifischer Enzyme und Substrate gibt wertvolle Hinweise auf die ausreichende Einstellung bzw. kann vor einer lebensbedrohenden Entgleisung warnen.

Basis-Cortisol

Die alleinige Messung der Cortisol-Basalkonzentration wird als Therapiekontrolle unter Vetoryl® vom Hersteller des Präparates als nicht ausreichend angesehen. Sie kann aber mit weiteren Parametern ein wichtiges Beurteilungskriterium sein und ausschlaggebend für das weitere Vorgehen während

der Therapie. Da der Zeitpunkt der maximalen Suppression unter Vetoryl® Therapie wichtig ist, sollte die Blutprobe 2 – 5 Stunden nach Kapselgabe genommen werden.

Entsprechend der vom Hersteller bzw. Vertreiber von Vetoryl® gemachten Angaben hat sich folgendes Beurteilungsschema bewährt:

Cortisol < 18 ng/ml:
Laut Herstellerinformation kann unterhalb dieser Serum-Konzentration eine adrenale Übersuppression vorliegen. Hier sollte ein ACTH-Stimulationstest auf jeden Fall durchgeführt werden. Liegt eine ausreichende Stimulation vor und ist der Patient klinisch unauffällig bzw. sind keine kritischen Veränderungen in den übrigen Laborwerten erkennbar, kann die Vetoryl®-Behandlung vorsichtig mit derselben Dosis fortgesetzt werden.

Basiscortisol > 18 ng/ml:
Zeigt der Patient eine deutliche klinische Besserung und verändern sich vorher auffällige Laborparameter in Richtung Normbereich, ist die Therapie mit gleicher Dosis fortzusetzen. Bestehen die klinischen Anzeichen des Hyperadrenokortizismus wie PU/PD fort, obwohl der Hund bereits seit 28 Tagen mit einer adäquaten Vetoryl® Dosis behandelt wurde, müssen zunächst andere für die klinische Symptomatik mögliche Ursachen wie Harnwegsinfektionen, Diabetes mellitus oder Nierenerkrankungen ausgeschlossen werden. Nach deren Ausschluss und einem ACTH-Stimulationstest, der auf eine nicht ausreichende Dosierung hinweist, sollte die Vetoryl®-Dosis vorsichtig erhöht werden.
Andere klinische Merkmale eines Cushings wie Stammfettsucht, Muskelatrophie oder die Haarlosigkeit benötigen in der Regel eine längere Zeit, bis sie sich positiv verändern.
Cortisol/Kreatinin-Quotienten aus dem Morgenharn sind als Therapie-Kontrolle ungeeignet.

Weiterführendes Labor

Elektrolytkonzentration

Die Aldosteron-Synthese wird unabhängig von dem Renin-Angiotensin-System durch Trilostan gehemmt. Veränderungen der Natrium-, Kalium- und Chlorid-Konzentrationen im Serum können hinweisend auf Veränderungen der Aldosteron-Sekretion sein und sollten daher regelmäßig bestimmt werden. Meist zeigt sich eine Verschiebung auch im Allgemeinbefinden des Patienten. Diese wirken abgeschlagen und müde. Auch wenn die Veränderung der Elektrolytkonzentration andere Ursachen wie Durchfall, Erbrechen oder Kardiomyopathien hat, sollte über eine kurzfristige Anpassung der Vetoryl® Dosis nachgedacht werden, da eine Einschätzung schwierig ist und die Nebenniere unter Vetoryl® Therapie evtl. nicht ausreichend auf diese Situation reagieren kann.

Leberenzyme

Unter Vetoryl® Gabe wird bei vorher veränderten Leberparametern eine Besserung erwartet. Fehlt die Besserung oder steigt vor allem die Konzentration der alkalischen Phosphatase, kann bei entsprechend hohen Cortisol-Konzentrationen und evtl. Einschränkungen der klinischen Symptomatik eine Dosisanpassung erfolgen. Kommt es unter Vetorly® Therapie zu einer Verschlechterung der gesamten Leberwerte, sollte auch bei ausreichender Cortisol-Konzentration von einer Dosiserhöhung abgeraten werden. Andere Ursachen für die Leberwert-Veränderungen sollten gesucht werden.

Nierenparameter

Deutlich steigende Kreatinin-Konzentrationen auch innerhalb des Referenzbereiches können bei Patienten, die unter Vetoryl® stehen, auf eine Übersuppression hinweisen. Die Harnstoffkonzentration sollte nur zusammen mit der Kreatinin-Konzentration beurteilt werden, da Harnstoff anders als Kreatinin zusätzlich auch vom Proteinstoffwechsel und der Leberfunktion abhängig ist. Wie sich SDMA unter Therapie mit Vetoryl® verhält, muss noch untersucht werden. Aufgrund der Pathophysiologie ist allerdings mit einem Anstieg zu rechnen.

Blutstatus

Ein Stressleukogramm ist eine durch Cortisol ausgelöste Veränderung im weißen Blutbild und beinhaltet eine Leukozytose bedingt durch eine Neutrophilie und eine Lymphopenie zusammen mit einer milden Monozytose bei gleichzeitiger Eosinopenie.

Morbus Addison

Als Hypoadrenocortizismus (Morbus Addison) werden die klinischen Folgen einer mangelnden Produktion und Sekretion von Glucocorticoiden bzw. Mineralocorticoiden durch die Nebennierenrinde beschrieben. Der primäre Hypoadrenocortizismus wird klinisch von einem Produktionsausfall aller NNR-Hormone dominiert. Sind mehr als 90% des Gewebes zerstört, kommt es zu Ausfällen sowohl der Glucocorticoid- als auch der Mineralocorticoid-Produktion und -Sekretion. Ursächlich wird eine immunmediierte Zerstörung der Nebennierenrinde infolge einer Autoantikörperbildung vermutet (idiopathische adrenocorticale Atrophie). In Analogie zur Humanmedizin wird beim Hund eine Antikörperbildung gegen die 21-Hydroxylase angenommen, die bei der Synthese von Cortisol und Aldosteron eine wichtige Rolle spielt. Eine Reihe von autoimmunmediierten Erkrankungen wie Hypothyreose, Diabetes mellitus und Hypoparathyreoidismus wird ebenfalls mit der Bildung von Autoantikörpern gegen die Nebenniererinde in Zusammenhang gebracht. Vor allem junge bis mittelalte unkastrierte Hündinnen (2 Monate bis 4 - 6 Jahre) sind davon betroffen. Es wird eine Rasseprädisposition für Doggen, portugiesische Wasserspaniel, Rottweiler, Pudel, Westhighland Terrier und Soft Coated Wheaten Terrier postuliert. Für die Rassen Bearded Collie, Leonberger und Pudel wird eine erbliche Komponente vermutet, ohne dass der Mechanismus bisher geklärt ist. Glucocorticoide und Mineralocorticoide müssen lebenslang substituiert werden. Auch unter der Cushing-Therapie mit Trilostan (Vetoryl®) kann es zur Nekrose der NNR mit der klinischen Folge eines M. Addison kommen.

Weitere, seltene Ursachen für einen primären Hypoadrenocortizismus sind beidseitige Adrenalektomien und Zerstörungen der Nebennieren infolge Tumoren, Infarkten oder Amyloidosen.

Der sekundäre Hypoadrenocortizismus ist geprägt von einer zu geringen Produktion und Sekretion von ACTH mit nachfolgender Atrophie der NNR und einer abgeschwächten Sekretion von Glucocorticoiden. Häufigste Ursache ist eine anhaltende Suppression der ACTH-Sekretion in der Hypophyse infolge einer Therapie mit Glucocorticoiden, Progesteron oder Megestrolacetat.
Bei dieser Form des Hypoadrenocortizismus bleibt die Konzentration der Mineralocorticoide (Aldosteron) nahezu unverändert, da deren Sekretion nur zu einem geringen Anteil über ACTH gesteuert wird. Seltene Ursachen für einen sekundären M. Addison sind Tumore der Hypophyse und/oder des Hypothalamus.

Klinische Anzeichen
Die Symptomatik ist häufig unspezifisch und kann akut, aber auch häufig über Wochen und Monate intermittierend auftreten. Die Krankheitssymptome verstärken sich unter Stress. Phasen, in denen der Patient „krank“ erscheint, wechseln mit Phasen absoluter Gesundheit. Der Cortisol-Mangel bedingt eine abnehmende Stresstoleranz, Inappetenz, Vomitus, Diarrhoe, Lethargie und abdominale Schmerzen sind die Folgen. Häufig tritt eine vorübergehende klinische Besserung nach tierärztlicher Applikation von Corticosteroiden auf. Ist zusätzlich auch ein Aldosteron-Mangel vorhanden, dominieren infolge des Natrium- und des Wasserverlustes sowie der Hyperkaliämie Lethargie, Hypovolämie, Hypotension und Bradykardie, eine verringerte Nierendurchblutung, Schwäche und Muskelzittern.
Die dramatischste Form der Addison-Erkrankung ist die Addison-Krise, bei der es infolge einer Stresssituation zu der inadäquaten Ausschüttung von Glucocorticoiden und auch zu einer reduzierten Synthese von Mineralocorticoiden kommt. Die Tiere sind lebensbedrohlich krank, können kollabieren; bradykard zeigen sie einen schwachen Puls. Diese Patienten sind absolute Notfälle und können ohne rasche individuell zu handhabende Substitution der Mineralo- und Glucocorticoide zusammen mit einer Infusionstherapie versterben.

Diagnostik

Ebenso unspezifisch wie die klinische Symptomatik können auch die hämatologischen und biochemischen Befunde sein.
In der Basis-Diagnostik kann Cortisol bestimmt werden; Goldstandard ist mit der Wiederverfügbarkeit von Synacthen® der ACTH-Stimulationstest.

Basal-Cortisol:
Bei einem Cortisolwert > 12 ng/ml ist ein M. Addison sehr unwahrscheinlich.

ACTH-Stimulationstest:

Die Durchführung des ACTH-Stimulationstests orientiert sich an der klassischen Vorgehensweise.

1. Erste Blutentnahme, Basalwert 4-6 Stunden nach Tablettengabe.

2. Injektion von 5 μg/kg ACTH (Synacthen®) i.v.

3. Zweite Blutentnahme eine Stunde nach ACTH-Applikation. Neben einer ausreichenden Basiskonzentration von > 12 ng/ml sollte der Stimulationswert 73 ng/ml nicht überschreiten.

Blutbild:
Normozytäre normochrome Anämie, Leukozyten im Normbereich bei Neutropenie, Lymphozytose und Eosinophile

Das Fehlen eines Stressleukogramms ist bei einem kranken, gestressten Tier hinweisend auf einen Hypoadrenokortizismus.

Klinische Chemie:

Weiterer labordiagnostischer Hinweis auf einen Morbus Addison ist das Vorliegen einer Azotämie (Anstieg von Harnstoff, Kreatinin, SDMA und Phosphat) als Konsequenz einer verringerten Nierendurchblutung und einer abnehmenden glomerulären Filtrationsrate. Die verschlechterte Nierendurchblutung ist Resultat einer Hypovolämie, Hypotension und eines reduzierten kardialen Auswurfs. Vomitus und Diarrhoe, Wasserverlust über die Nieren sowie mangelnde Flüssigkeitsaufnahme fördern die Ausprägung einer prärenalen Azotämie zusätzlich. Normalerweise ist das spezifische Gewicht des Urins (USG) bei einer prärenalen Azotämie relativ hoch (>1.030). Beim Hypoadrenocortizismus verliert jedoch infolge des chronischen Natriumverlustes die Niere ihre Konzentrationsfähigkeit und das spezifische Uringewicht (USG) sinkt ab. Häufige Urinbefunde sind daher USG-Werte zwischen 1.015 und 1.030 Mit rascher Infusionstherapie sind die azotämischen Veränderungen reversibel, ein weiterer Hinweis, dass es sich um eine prärenale Azotämie handelt. Harnstofferhöhungen resultieren u.U. zusätzlich aus einer gastrointestinalen Blutung.
Gelegentlich findet sich bei Hunden mit M. Addison auch eine Verringerung der Albuminkonzentration (6 bis 39%). Als Auslöser werden ev. Darmblutungen, eine verringerte Synthese in der Leber, Verluste über die Niere oder eine verringerte enterale Absorption diskutiert. Einige Addisonpatienten zeigen auch einen milden Anstieg der AST und alkalischen Phosphatase (AP), möglicherweise eine Folge eines verringerten kardialen Auswurfs und einer verschlechterten Durchblutung der Gewebe.

Elektrolyte:
Phosphaterhöhung, Hyponatriämie (< 135 mmol/l), Hyperkaliämie (> 5.5 mmol/l) Den wichtigsten labordiagnostischen Befund stellt ein enges Natrium/Kalium-Verhältnis dar: Ein gesunder Hund zeigt Quotienten von > 27:1 bis 40:1, bei einem Addisonpatienten ist das Verhältnis von Natrium zu Kalium < 27:1 (< 25:1). Allerdings haben 10% aller Hunde mit primärem Hypoadrenocortizismus Natrium- bzw. Kaliumkonzentrationen, die im Referenzbereich liegen können (atypische Addisonerkrankung). Hämolyse verfälscht den Kaliumwert, da durch den Austritt von Kalium aus den Erythrozyten falsch hohe Werte gemessen werden. Differentialdiagnostisch müssen Erkrankungen ausgeschlossen werden, bei denen ebenfalls Elektrolytverschiebungen zu erwarten sind (z.B. Lebererkrankungen, Nierenversagen, gastrointestinale Erkrankungen, Blutverlust, Tumore). Calciumerhöhungen resultieren beim Hypoadrenocortizimus wahrscheinlich aus dem Zusammenspiel von abnehmender renaler glomerulärer Filtration, gesteigerter tubulärer Reabsorption und Hämokonzentration. In einer Studie mit 40 Hunden war bei immerhin 25% der Tiere ein Hypoadrenocortizismus Ursache für die Hyperkalzämie.

01 / 2014

LABOKLIN Aktuell

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FAQs

How long can a dog take Vetoryl? ›

Most dogs need to be given Vetoryl® every day for life. How long will it take for my dog to improve on treatment? The clinical signs of Cushing's such as lethargy, increased drinking, eating and urination improve quickly - often within the first two weeks of treatment.

How do you monitor Addison's disease? ›

If Addison's disease is suspected, blood tests will be carried out to measure the levels of sodium, potassium and cortisol in your body. A low sodium, high potassium or low cortisol level may indicate Addison's disease.

What tests are used to diagnose Addison's disease? ›

You may undergo some of the following tests:
  • Blood test. Tests can measure your blood levels of sodium, potassium, cortisol and adrenocorticotropic hormone (ACTH), which stimulates the adrenal cortex to produce its hormones. ...
  • ACTH stimulation test. ...
  • Insulin-induced hypoglycemia test. ...
  • Imaging tests.
24 Nov 2020

What is the difference between Addison's disease and Cushing's disease? ›

Addison's disease happens when your body doesn't have enough cortisol (and aldosterone), whereas Cushing's syndrome happens when your body has too much cortisol (hypercortisolism).

How does a dog with Cushing's feel? ›

The increased appetite is a direct result of elevated levels of cortisol, which stimulate appetite. Lethargy (drowsiness or lack of activity) and a poor hair coat are also common in pets with hyperadrenocorticism. "Many dogs with Cushing's disease develop a bloated or pot-bellied appearance."

What is the life expectancy of a dog with Cushings disease? ›

According to the American Kennel Club the average survival time for a dog with Cushing's is about two years, with only 10 percent living beyond the four-year mark. That said, it's important to remember that most cases of Cushing's disease are diagnosed in elderly dogs.

What foods to avoid if you have Addison's disease? ›

DON'T eat too much potassium (foods like bananas, oranges, and salt substitutes). DON'T skip doses of medicine.

How long do dogs with Addison's disease live? ›

Addison's disease, scientifically known as hypoadrenocorticism, is a disease with serious consequences for dogs, although fortunately with proper treatment, dogs diagnosed with Addison's disease are expected to have normal lifespans.

How long can you live with Addison's disease? ›

With the right balance of daily medication, people with Addison's can expect to have a normal life span. It is not unknown for people with Addison's to live into their 90s.

Can I get disability for Addison's disease? ›

Fortunately, the Social Security Administration (SSA) considers this disease a disability under the endocrine disorders. This means that individuals with Addison's disease are eligible to apply for Social Security Disability Insurance (SSDI).

What does someone with Addison's disease look like? ›

Long-lasting fatigue is a common symptom of adrenal insufficiency. People with Addison's disease may also have darkening of their skin. This darkening is most visible on scars; skin folds; pressure points such as the elbows, knees, knuckles, and toes; lips; and mucous membranes such as the lining of the cheek.

What organs does Addison's disease affect? ›

Addison's disease, also called adrenal insufficiency, is an uncommon disorder that occurs when your body doesn't produce enough of certain hormones. In Addison's disease, your adrenal glands, located just above your kidneys, produce too little cortisol and, often, too little aldosterone.

How does Cushing's disease make you feel? ›

People with Cushing's syndrome may see their face get round ("moon face"), they gain weight in unusual ways, bruise easily or feel weak, tired and sad. Women and men may also notice fertility and other problems. CS is most often found in adults between the ages of 20 and 50.

What triggers Addison's disease? ›

Tuberculosis (TB) is the most common cause of Addison's disease worldwide, but it's rare in the UK. TB is a bacterial infection that mostly affects the lungs but can also spread to other parts of your body. It can cause Addison's disease if it damages your adrenal glands.

What were your first symptoms of Addison's disease? ›

Initial symptoms of Addison's disease can include:
  • fatigue (lack of energy or motivation)
  • lethargy (abnormal drowsiness or tiredness)
  • muscle weakness.
  • low mood (mild depression) or irritability.
  • loss of appetite and unintentional weight loss.
  • the need to urinate frequently.
  • increased thirst.
  • craving for salty foods.
1 Nov 2021

What is the best food for a dog with Cushing's disease? ›

Highly digestible protein source - Pooches with Cushing's disease fare better with digestible proteins. They need the amino acid building blocks to help prevent muscle wasting, which is common in dogs with Cushing's. Good sources of digestible proteins include eggs and muscle meats like beef, chicken, and lamb.

What happens if I don't treat my dogs Cushings disease? ›

If Cushing's disease is left untreated, dogs tend to become progressively lethargic and weak. They have an increased susceptibility to contracting infections (particularly urinary infections) and the skin is slow to heal after any injury. Osteoporosis has been reported.

What does end stage Cushing's look like in dogs? ›

As the disease progresses, dogs lose muscle and become weak. Owners might notice a thinning of the skin, lesions on the skin, and hair loss on the flanks, neck, and perineum. Obesity and lack of energy are also symptoms.

Do dogs with Cushings suffer? ›

While not inherently painful, Cushing's d isease in dogs (especially if uncontrolled) can be associated with: High blood pressure. Kidney infections. Bladder stones.

Is it worth treating a dog with Cushing's disease? ›

Usually treatment for Cushing's is not even recommended unless the dog has clinical signs because treatment does not necessarily change their overall life span - it just keeps them from being polyuric (urinating a lot), polydypsic (drinking a lot), losing their hair, etc.

Why do dogs with Cushing's Lick? ›

Your dog may have Cushing's disease or Hyperadrenocorticism, in which his adrenal gland produces excessive glutocortisoid which can harm or affect many organs in the body such as the kidney and liver. It is also known to cause the excessive floor licking. Liver failure also causes this weird licking habit.

What are 3 diseases that affect the adrenal glands? ›

What are common types of adrenal disorders?
  • Addison's disease, also called adrenal insufficiency. In this disorder, you don't produce enough cortisol and/or aldosterone.
  • Cushing's syndrome. ...
  • Congenital adrenal hyperplasia. ...
  • Adrenal gland suppression. ...
  • Hyperaldosteronism. ...
  • Virilization.
7 Jun 2021

Is Addison's disease serious? ›

People with Addison's disease must be constantly aware of the risk of a sudden worsening of symptoms, called an adrenal crisis. This can happen when the levels of cortisol in your body fall significantly. An adrenal crisis is a medical emergency. If left untreated, it can be fatal.

Does Addison's disease affect the brain? ›

Regardless of the specific terminology used, it is clear that some patients with Addison's disease have a disturbance in brain function and may develop a range of neuropsychiatric symptoms as a result.

What foods are good for dogs with Addison's disease? ›

Now I am feeding a small amount of grain-free kibble with the homemade foods: cooked meats (chicken, lean ground beef, or ground turkey), sweet potatoes, pumpkin, or regular potato, and high quality canned dog food, chicken broth and water.

How much does it cost to treat a dog with Addison's disease? ›

Medical treatment can be as low as $50 a month or as high as $200, depending on the dog's response to treatment and the drug(s) selected. Frequent lab work must also be factored in to the cost structure to ensure that patients are responding appropriately.

What can mimic Addison's disease in dogs? ›

vulpis infection has been reported, its pathogenesis is not well understood. The symptoms mimic those of Addison's disease with waxing and waning weakness. Severe electrolyte disturbance ultimately creates dehydration.

What vitamins help with Addison's disease? ›

High-dose vitamin D in Addison's disease regulates T-cells and monocytes: A pilot trial. Nutrition.

Can COVID-19 cause Addison's disease? ›

Although it is well established that intercurrent illness can trigger adrenal decompensation leading to a diagnosis or worsening or primary adrenal insufficiency, this is the first description of a case in which SARS-CoV-2 infection/COVID-19 unmasks Addison's disease.

What famous person has Addison's disease? ›

Eunice Kennedy Shriver, American philanthropist and a member of the Kennedy family. Eugene Shoemaker, American geologist and one of the founders of the field of planetary science. Helen Reddy, Australian-American singer, songwriter, author, actress, and activist. Geoff Starling, Sydney rugby league player.

When should I stop using Vetoryl? ›

Owners should be advised to discontinue Vetoryl Capsules and contact their veterinarian immediately if signs of intolerance such as vomiting, diarrhea, lethargy, poor/reduced appetite, weakness, or collapse are observed.

What happens if you stop giving your dog Vetoryl? ›

If VETORYL Capsules are discontinued or not given as directed, excess cortisol production can resume and the signs of hyperadrenocorticism can return.

Should I treat my old dog for Cushing's? ›

Usually treatment for Cushing's is not even recommended unless the dog has clinical signs because treatment does not necessarily change their overall life span - it just keeps them from being polyuric (urinating a lot), polydypsic (drinking a lot), losing their hair, etc.

Is there an alternative to Vetoryl? ›

There are two medications commonly used in the management of pituitary dependent Cushing's disease: Lysodren® (also called Mitotane or o,p'-DDD), Trilostane (brand name Vetoryl®).

What is the best food for a dog with Cushing's disease? ›

Highly digestible protein source - Pooches with Cushing's disease fare better with digestible proteins. They need the amino acid building blocks to help prevent muscle wasting, which is common in dogs with Cushing's. Good sources of digestible proteins include eggs and muscle meats like beef, chicken, and lamb.

What happens if dog with Cushings goes untreated? ›

If Cushing's disease is left untreated, dogs tend to become progressively lethargic and weak. They have an increased susceptibility to contracting infections (particularly urinary infections) and the skin is slow to heal after any injury. Osteoporosis has been reported.

Do dogs with Cushing's disease smell? ›

Some dogs with allergies or hormonal conditions, like Cushing's disease, have oilier skin, says Znajda. That oil can be a breeding ground for bacteria, which can make your pet smell a little funky, she says.

What are the stages of Cushing's disease in dogs? ›

These three Cushing's disease signs are known as the three P's—polydipsia, polyuria, and polyphagia.

Can dogs recover from Cushing's disease? ›

The only way to "cure" Cushing's disease is to remove the adrenal tumor if the disease is adrenal-dependent and the tumor hasn't spread, says Stohlman. However, because of the complexity and risks of the surgery, most cases are treated with medication.

How much does it cost to treat a dog with Cushing's disease? ›

$500 to $1,500 is considered typical for a complete diagnosis (though the low end of this estimate would not include an ultrasound). Medical treatment can be as low as $50 a month or as high as $200, depending on the dog's response to treatment and the drug selected.

How long can a dogs live with a pituitary tumor? ›

The outlook for dogs with pituitary-dependent Cushing disease is survival for about 2 years, with or without medications. Dogs treated with radiation or surgery may survive 2–5 years. Dogs that undergo surgery for a tumor on one of the adrenal glands may survive about 18 months.

Why do dogs with Cushing's Lick? ›

Your dog may have Cushing's disease or Hyperadrenocorticism, in which his adrenal gland produces excessive glutocortisoid which can harm or affect many organs in the body such as the kidney and liver. It is also known to cause the excessive floor licking. Liver failure also causes this weird licking habit.

What is the most common cause of Cushing's syndrome? ›

The most common is a noncancerous tumor of the adrenal cortex, called an adrenal adenoma, but only a small fraction of adenomas produce too much cortisol. Cancerous tumors of the adrenal cortex are rare, but they can cause Cushing syndrome as well.

What is the alternative to Vetoryl for dogs? ›

An alternative treatment in dogs with ADH is the administration of trilostane, which reduces the levels of cortisol and improves the clinical condition of the dogs. Trilostane is an alternative in a short term period (previous to surgery) or can be used lifelong in dogs that cannot be surgically treated.

Do dogs with Cushing's lose their appetite? ›

If monitored frequently with blood tests, it is very unusual to see any adverse reactions; however, the reactions to be aware of, in order of which you would notice, include: Decreased appetite, picky eating, eating more slowly (leaving food, taking longer to eat) Gastrointestinal upsets – vomiting or diarrhea.

What happens if Vetoryl doesnt work? ›

Without a constant supply of Vetoryl, cortisol production will increase and your dog may start to display symptoms of Cushing's once more.

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Author: Prof. An Powlowski

Last Updated: 09/20/2022

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